GASTHOF KESSELSHAIN bekannt für gutes Essen
GASTHOF  KESSELSHAINbekannt für gutes Essen

Der Huf- und Wagenschmied Rose ersuchte um 1850 die Stadtväter Bornas um das Schankrecht für eine Restauration am Messewege nach Leipzig.

Da die Stadt das Brau- und Schankrecht allein nur innerhalb ihrer Mauern duldete und vergab, wurde Konkurrenz außerhalb gar nicht erst zugelassen.

Erst um 1870, mit dem Ausbau der Chausseestraße nach Leipzig (der heutigen B 95) und der Lockerung des Gewerberechtes, war der Weg frei für die Pferdeausspanne zu Kesselshain.

Damit entstand eine Gastwirtschaft mit Ausschank, Beköstigung, Beherbergung und mit dem Recht des "Krippesetzens" für Fuhrwerke, welche nicht ausspannten.

Im Gefolge siedelten sich Stellmacher, Wagner und Sattler an. Man kann sagen, so entstand eine der ersten Allroundservicestationen auf dem Messeweg.

In den Folgejahren gingen die Geschäfte recht gut. Der Gasthof wurde mehrfach um- und ausgebaut. Zusätzlich entstanden Stallungen und Scheunen.

An Schmied Rose erinnern heute nur noch die "Ros'schen Wiesen", zwischen der Witznitzer Kippe und dem Fluss Eula, rechts des Weges gelegen.

 

Durch die Heirat der Rosetochter ging der Besitz in die Familie Posselt über. Aus dieser Ehe ging die Tochter Elsa Marianne Posselt hervor. Da die Eltern früh verstarben, verkaufte der Eulaer Pfarrer Max Posselt den Besitz seines minderjährigen Mündels am 14. November 1906

für 23 500,- Goldmark an Herrn Emil Griffel. (Heute wären das 493 500,- Euro)

Familie Griffel hatte den Gasthof bereits seit 1901 in Pacht. Mit dem Absterben der alten Gewerke und dem ständig wachsenden Fortschritt wurden Pferdefuhrwerke von Automobilen immer mehr verdrängt und die Futterkrippe musste einer Tankstelle weichen.

1928 / 29 wurde auf dem Weingarten ein Saal angebaut, auf dem regelmäßig Dielentanz und Schlachtfeste stattfanden.

Ein Schnittglas Bier (3/20l) bekam man in der Gaststube für 9 RPf und im Saal kostete es

14 RPf allerdings inclusive Entree und Lifemusik ! Wer tanzen wollte kaufte eine Tanzmarke für

5 RPf bei der Bedienung. Das war übrigens Frau Hedwig Ebock, von der man heute noch im Gasthof spricht. Frau Ebock ist über 100 Jahre alt geworden.

 

Die Eheleute Emma und Emil Griffel hatten 2 Töchter, Grethe und Charlotte, sowie den Sohn Herbert, welcher aus dem 2. Weltkrieg nicht mehr zurück kam.

Grethe bekam den eigens für sie angekauften Gasthof Heinersdorf (heute Bad Lausick), und Charlotte übernahm das elterliche Geschäft, in dem sie von Kindesbeinen an mitgearbeitet hatte.

Sie bewirtschaftete den Gasthof von 1951 bis 1965 und übergab ihn  dann wieder an die älteste Tochter.

Gertraude und Wolfgang Rosenheinrich führten den Gasthof als Fernfahrer- und Dorfkneipe bis 1986, dann musste der Betrieb aus gesundheitlichen Gründen eingestellt werden.

Am 3. Oktober 1990, genau am Tag der deutschen Einheit, eröffnete ihr Sohn Michael Rosenheinrich den Gasthof wieder. 

Mit großen Investitionen wurden den neuen gesetzlichen Bestimmungen genüge getan und die Attraktivität des Gasthofes gesteigert.

Neubestuhlung der Gaststube und des Saales, Erweiterung der Küche, Neubau Außentoiletten,

Umbau der Schankanlage, Einbau moderner Kühlsysteme, Ausbau der kleinen Veranda, Sanierung des Saales und des Kellers und seither wurde die Küche wurde 2 mal modernisiert und eine neue Toilettenanlage in das ehemalige Lager eingebaut. Zuletzt bekam die kalte Küche noch ein Kühlhaus.

Seit 1999 bewirtschaftete Michael Rosenheinrich die Gaststätte gemeinsam mit seiner Frau, sie stellte Koch und Kellnerin ein und machte aus der Bierkneipe ein schickes Restaurant, mit dem Schwerpunkt: gute Küche, Familien- und Firmenfeiern sowie Partyservice für die Belieferung unserer Gäste zu Haus.

Leider hielt die Ehe nicht,und Doris ging 2015 für immer.

Aber mit neuem, sehr gutem Personal wird jetzt nochmal durchgestartet!

 

Quellen:

eigene Dokumente, Archiv der Stadt Borna, Archiv der ev. Kirche Borna

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